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Schwedische Weihnachtsrezepte: Drei süße Klassiker für deine Weihnachtsküche

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Dünne Gewürzkekse, ein cremiges Reis-Dessert und kleine Karamellstücke: Mit Pepparkakor, Ris à la Malta und Knäck kommt ein Stück schwedische Weihnachtsküche zu dir nach Hause.

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KI-generierte Weihnachtstafel mit Pepparkakor, cremigem Reis-Dessert mit Orange und Knäck in Papierförmchen.
Drei süße Ideen für ein Stück schwedische Weihnachtsküche. Illustration mit KI erstellt.

Schwedische Weihnachtsrezepte: Drei süße Klassiker für deine Weihnachtsküche

Du suchst schwedische Weihnachtsrezepte zum Selbermachen? Hier findest du Pepparkakor, Ris à la Malta und Knäck: dünne Gewürzkekse, ein kaltes Reis-Sahne-Dessert und kleine Karamellsüßigkeiten. Die Auswahl zeigt die süße Seite der schwedischen Weihnachtsküche.

Es gibt Weihnachtsdüfte, die brauchen keine Erklärung. Zimt zum Beispiel. Oder ein Blech Kekse, das gerade aus dem Ofen kommt. Da ist die Küche plötzlich mehr als der Ort, an dem noch schnell etwas fertig werden muss.

Ich mache meinen Pepparkaksteig selbst. Auch Julgodis, die schwedischen Weihnachtssüßigkeiten, gehören für mich dazu. Und bei Ris à la Malta darf es für meinen Geschmack gern reichlich Sahne und Obst sein.

Trotzdem möchte ich aus Weihnachten keinen Wettbewerb machen. Man muss kein ganzes schwedisches Weihnachtsbuffet nachkochen, um etwas davon kennenzulernen. Ein Rezept reicht als Anfang. Vielleicht werden daraus irgendwann zwei. Vielleicht bleibt es auch bei den Keksen, weil genau die zu deiner Weihnachtszeit passen.

Wenn du erst einmal die Bräuche und den Rahmen kennenlernen möchtest, findest du auf meiner Seite zu Weihnachten in Schweden weitere Geschichten und Hintergründe.

Zu den Rezepten: Die folgenden Mengen und Grundabläufe orientieren sich an den jeweils verlinkten ICA-Rezepten. Die Anleitungen sind auf Deutsch neu formuliert. Sie sind keine Wiedergabe meines persönlichen Familienrezepts. Schwedische Rezepte verwenden oft Deziliter: 1 dl entspricht 100 ml. Bei trockenen Zutaten ist das ein Volumenmaß, kein Gewicht.

Pepparkakor: Dünne Gewürzkekse für die Weihnachtsdose

Für etwa 125 kleine Kekse: 250 ml brauner Farinzucker, 75 ml heller schwedischer Sirup (ljus sirap), 75 ml Wasser, 150 g Butter, je 1 EL gemahlener Zimt und Ingwer, 1 TL gemahlene Nelken, 1½ TL Natron und etwa 360 g Weizenmehl; zusätzlich Mehl zum Ausrollen.

  1. Zucker, Sirup und Wasser aufkochen. Butter darin schmelzen, Gewürze einrühren und die Mischung ohne weiteres Rühren abkühlen lassen.

  2. Natron und Mehl einarbeiten. Den Teig einwickeln und über Nacht kalt stellen.

  3. Backofen auf 175 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Teig auf bemehlter Fläche geschmeidig kneten. Zuerst einen Probekeks backen; läuft er stark auseinander, etwas Mehl einarbeiten.

  4. Dünn ausrollen, Formen ausstechen und auf ein Blech mit Backpapier legen. In der Ofenmitte 6–8 Minuten backen. Auf dem Blech abkühlen lassen.

Grundlage: Pepparkakor bei ICA. Die Stückzahl hängt von Form und Größe ab.

An selbst gemachtem Teig mag ich, dass Weihnachten schon vor dem ersten fertigen Keks beginnt. Ausrollen, ausstechen, noch einmal zusammenkneten: Das ist eine kleine Unterbrechung des Alltags. Schiefe Sterne dürfen dabei genauso in die Dose wie die besonders schönen.

Ris à la Malta: Kalter Milchreis mit Sahne und Orange

Für 8 Portionen: 200 ml Rundkorn-Milchreis, 400 ml Wasser, ½ TL Salz, 600–700 ml Milch, 200 ml Schlagsahne, 50 ml Puderzucker, 1 EL Vanillezucker und 2 Orangen; gehackte Mandeln nach Wunsch.

  1. Reis, Wasser und Salz zugedeckt etwa 10 Minuten köcheln lassen.

  2. Milch zugeben und bei geringer Hitze zugedeckt etwa 45 Minuten garen; zwischendurch umrühren. Den fertigen Reis vollständig abkühlen lassen.

  3. Sahne mit Puderzucker und Vanillezucker aufschlagen. Unter den kalten Reis heben.

  4. Orangen schälen, in Stücke schneiden und dazu servieren; nach Wunsch mit Mandeln bestreuen. Bis zum Servieren kühl halten.

Grundlage: Ris à la Malta bei ICA.

Für mich ist das ein Dessert, bei dem die Sahne nicht bloß Dekoration sein muss. Ich mag die cremige Mischung mit Obst. Gerade diese Kombination macht für mich den Reiz aus: etwas Vertrautes wie Milchreis, aber als eigener Nachtisch.

Wenn du überlegst, was vor dem Dessert auf den Tisch kommen könnte, lies auch meinen Beitrag über das Julbord in Schweden. Dort geht es um das Weihnachtsbuffet und darum, was bei uns dazugehört.

Knäck: Kleine Karamellsüßigkeiten zum Selbermachen

Für etwa 50 Stück: 200 ml Zucker, 200 ml Schlagsahne und 200 ml heller schwedischer Sirup (ljus sirap). Außerdem 50–70 kleine Knäck-Papierförmchen und möglichst ein Küchenthermometer bereitlegen.

  1. Förmchen auf ein Tablett stellen. Zucker, Sahne und Sirup in einem breiten Topf mit dickem Boden mischen.

  2. Kräftig kochen lassen, bis die Masse ungefähr 125 °C erreicht. Die Temperatur beeinflusst die spätere Festigkeit; ein Thermometer hilft bei der Kontrolle.

  3. Vom Herd nehmen und zügig in die Förmchen füllen. Vorsicht: Die Zuckermasse ist sehr heiß. Bei Raumtemperatur fest werden lassen.

Grundlage: Knäck bei ICA. Diese Grundfassung enthält keine Mandeln.

Julgodis selbst zu machen, gefällt mir auch deshalb, weil es etwas Kleines ist. Man braucht keinen großen Auftritt. Ein Teller mit selbst gemachten Süßigkeiten kann schon reichen, damit ein gewöhnlicher Nachmittag ein bisschen weihnachtlicher wird.

Knäck sind dabei ein anderes Küchenprojekt als Plätzchen: Hier wird gekocht, nicht gebacken. Nimm dir dafür einen Moment, in dem du am Topf bleiben kannst, und stelle die Förmchen vorher bereit.

Welches Rezept passt zu deinem Weihnachtsnachmittag?

Wenn du ausstechen und backen möchtest, fang mit Pepparkakor an. Plane die Ruhezeit über Nacht mit ein. Wenn du ein Dessert suchst, ist Ris à la Malta die passende Auswahl; der gekochte Reis muss vor dem Unterheben der Sahne vollständig kalt sein. Und wenn dich selbst gemachte Süßigkeiten reizen, probiere Knäck mit bereitgestellten Förmchen und Thermometer.

Du musst die drei Rezepte auch nicht gleichzeitig machen. Gerade in der Weihnachtszeit wird aus einer schönen Idee schnell eine weitere Aufgabe. Mir gefällt der Gedanke besser, sich etwas auszusuchen, worauf man wirklich Lust hat.

Vielleicht ist das auch das Schöne daran, Traditionen aus einem anderen Land kennenzulernen: Man darf neugierig sein und trotzdem den eigenen Geschmack behalten. Es muss nicht alles auf Anhieb zur eigenen Tradition werden.

Häufige Fragen zu schwedischen Weihnachtsrezepten

Sind Pepparkakor dasselbe wie weiche Lebkuchen?

Die Pepparkakor in diesem Rezept sind dünn ausgerollte Gewürzkekse. Wer weiche, dicke Lebkuchen erwartet, bekommt damit ein anderes Gebäck.

Wird Ris à la Malta warm gegessen?

Dieses Rezept wird kalt serviert. Die aufgeschlagene Sahne kommt erst unter den vollständig abgekühlten Reis.

Werden Knäck im Ofen gebacken?

Nein. Die Zucker-Sahne-Sirup-Mischung wird im Topf gekocht, in kleine Förmchen gefüllt und anschließend fest werden gelassen.

Was bedeutet „dl“ in einem schwedischen Rezept?

„dl“ steht für Deziliter. Ein Deziliter sind 100 Milliliter. Mehl, Zucker und Reis werden in schwedischen Rezepten häufig nach Volumen abgemessen. Deshalb darfst du 100 ml einer trockenen Zutat nicht einfach durch 100 g ersetzen.

Noch mehr Weihnachten zwischen Schweden und echtem Leben

Rezepte sind ein schöner Einstieg. Mich interessieren aber genauso die Geschichten darum: was wir übernehmen, was uns überrascht und wie Weihnachten aussieht, wenn der Alltag mit am Tisch sitzt.

Darum geht es auch in meinem Buch „Weihnachten in Schweden ist auch nicht immer wie im Bilderbuch – Von Lucia, Julbord und dem echten Leben jenseits der Postkartenidylle“. Wenn du diese Seite von Schweden magst, schau dir mein Weihnachtsbuch an.

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Bild KI-generiert | Idee, Text und redaktionelle Gestaltung: Petra Molin – mit KI-Unterstützung

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