Mein Schwedenleben
Kontakte in Schweden knüpfen: Gemeinsam wandern
Über Vereine und Wandergruppen Kontakte in Schweden knüpfen: ein konkreter Einstieg am Beispiel der Tisdagsklubben in Lidköping. Wer in Schweden noch niemanden kennt, muss keine fremden Menschen zum Spaziergang einladen. Örtliche Vereine und organisierte Wandergruppen schaffen einen natürlichen ersten Kontakt.

Kontakte knüpfen in Schweden: Wie aus einem Hej Nähe entstehen kann
Die Schweden würden mir nicht die Tür einrennen
Als ich nach Schweden kam, war mir eines ziemlich schnell klar: Die Schweden würden mir nicht die Tür einrennen.
Nicht, weil sie mich nicht mochten. Nicht, weil ich nicht willkommen war. Sondern weil das hier oft einfach anders funktioniert. Man lässt einander Raum. Man drängt sich nicht auf. Man wartet vielleicht sogar darauf, dass der andere selbst zeigt, ob er Kontakt möchte.
Das klingt wunderbar respektvoll. Wenn man neu ist und noch kein Schweinchen kennt, kann dieser viele Raum allerdings auch ganz schön leer sein.
Ich wusste also, dass ich selbst in Bewegung kommen musste. Wissen und Tun sind allerdings zwei verschiedene Dinge. Denn natürlich hätte auch ich gern erlebt, dass plötzlich jemand vor meiner Tür steht und sagt: „Petra, wir haben nur auf dich gewartet. Komm, wir zeigen dir jetzt unser Schweden und nehmen dich gleich mit in unseren Freundeskreis.“
So war es nicht.
Und wenn ich ehrlich bin: So funktioniert das Leben meistens auch nicht – ganz gleich, in welchem Land.
Um gesehen zu werden, musste ich mich zeigen
Mir ging es am Anfang gar nicht um die große, tiefe Freundschaft. Nähe ist ohnehin ein relativer Begriff. Was für den einen bereits Nähe ist, fühlt sich für den anderen noch wie eine höfliche Bekanntschaft an. Mein erstes Ziel war viel kleiner: Ich wollte überhaupt gesehen werden. Ich wollte nicht länger nur die deutsche Frau sein, die irgendwo neu zugezogen war und von der man nicht recht wusste, was sie eigentlich wollte.
Aber um gesehen zu werden, musste ich mich zeigen.
Ich musste aus meinem Schneckenhaus herauskommen. Nicht mit einem großen Auftritt und auch nicht, indem ich mich verbog. Ich musste einfach dort auftauchen, wo Menschen waren. Wieder und wieder. Ich musste Hej sagen, obwohl ich mich unsicher fühlte. Ich musste Fragen stellen,